So verlegst du Kunstrasen in deinem Garten
Ein Garten mit Rasen ist sehr attraktiv, aber manchmal erlauben uns das Klima, die Lage des Hauses oder Zeitmangel nicht, ihn so zu genießen, wie wir es gerne würden. Deshalb entscheiden sich immer mehr Menschen für Kunstrasen oder synthetischen Rasen – ein Produkt, dessen Qualität und Vielfalt sich im Laufe der Jahre erheblich verbessert haben und das wir außerdem schnell und einfach selbst verlegen können.
Naturrasen ist der wichtigste Grund dafür, dass ein Garten viel Pflege benötigt. Während der Wachstumsphase muss er wöchentlich gemäht werden, damit er gepflegt aussieht, und bewässert werden, damit wir uns an seinem satten Grün erfreuen können. Beide Anforderungen machen ihn zu einem Luxus, da die Kosten für Arbeitskraft und Bewässerungswasser sehr hoch und nicht nachhaltig sind. Düngen, Unkraut, Schädlinge und Krankheiten behandeln – die Liste ist endlos. Wie immer fällt die Bewässerung genau im unpassendsten Moment aus, und wir finden trockene Stellen vor: Das ganze Jahr über sieht alles schön aus, und nach wenigen heißen Tagen ist alles völlig ruiniert.
Bei Kunstrasen entfällt die Pflege, er bleibt das ganze Jahr über grün und die Wasserrechnung wird mit Sicherheit sinken. Wenn Sie einen Gärtner beauftragt haben, können Sie vom teuren wöchentlichen oder zweiwöchentlichen Besuchsvertrag auf eine einfachere und ausreichende monatliche Pflege umsteigen – mit weniger Lärm und Belästigungen für Ihre Nachbarn, die es Ihnen danken werden. Das Einzige, was Sie wissen sollten: In der heißesten Jahreszeit wird Kunstrasen heiß, wenn man barfuß darauf läuft. Deshalb empfiehlt es sich, ihn gelegentlich mit dem Schlauch abzukühlen.
WIE WIRD ER VERLEGT?
SCHRITT 1: DEN UNTERGRUND VORBEREITEN
Der erste Schritt bei der Verlegung von Kunstrasen auf einer Erd- oder Rasenfläche ist die Vorbereitung des Untergrunds. Dazu müssen wir sämtliches Unkraut mit einer Motorhacke oder, falls nicht vorhanden, mit einer Hacke entfernen. Anschließend besprühen wir die gesamte Fläche mit Unkrautvernichtungsmittel, damit diese Pflanzen nach dem Verlegen des Kunstrasens nicht wieder wachsen.
Die Fläche muss mit der erforderlichen Menge Sand oder Kies bedeckt werden, um den Untergrund auszugleichen und eine ebene, waagerechte Oberfläche zu schaffen. So wird das Endergebnis optimal und es entstehen keine Vertiefungen unter dem Kunstrasen.
Zum Schluss wird die Fläche gründlich bewässert und mit einer Walze verdichtet. Dadurch wird der Untergrund fest und für das Verlegen des Kunstrasens vorbereitet.


SCHRITT 2: DAS UNKRAUTVLIES VERLEGEN
Das Unkrautvlies verhindert nicht nur, dass Unkraut erneut wächst, sondern fördert auch die Entwässerung des Kunstrasens. Daher ist es für diese Art der Verlegung unverzichtbar.
Als Nächstes wird das Unkrautvlies ausgebreitet und alle Meter mit Nägeln befestigt, damit es nicht verrutscht. An den Rändern sollte es doppelt gelegt und sorgfältig am Boden befestigt werden. Für eine korrekte Verlegung empfiehlt es sich, die Bahnen des Unkrautvlieses überlappen zu lassen.


SCHRITT 3: DIE ANORDNUNG DES KUNSTRASENS PLANEN
Es ist sehr wichtig, die Fläche genau auszumessen und die Anordnung der Schnitte zu planen, bevor diese ausgeführt werden. Daher beginnen wir damit, die Rasenrollen auf dem Vlies auszubreiten. Dabei ist unbedingt darauf zu achten, dass alle Rollen mit den Fasern in dieselbe Richtung verlegt werden. Würde der Rasen nicht in derselben Richtung verlegt, wäre das Endergebnis überhaupt nicht ansprechend, da man erkennen würde, dass die Bahnen falsch angeordnet sind, und der Rasen würde nicht realistisch aussehen.
Bevor die Stücke endgültig miteinander verbunden werden, sollten die Ränder durch Abschneiden einer Reihe auf jeder Seite (ca. 0,5 cm) begradigt werden, damit Unregelmäßigkeiten entfernt werden und die Verbindungsstellen perfekt passen. Anschließend legen wir die Stücke mit einem Abstand von 0,1 bis 0,5 cm – je nach Modell – aus und bürsten die Verbindung, um zu überprüfen, ob sie tatsächlich unsichtbar geworden ist, da die Übergänge zwischen den Stücken nicht erkennbar sein sollten. So bleiben die Verbindungsstellen unsichtbar, weil die Rasenfasern sie verdecken.
Für Ausschnitte um Hindernisse herum müssen alle 30 cm Markierungen mit einem Cuttermesser gesetzt werden. Wenn möglich, sollte eine Unterlage verwendet werden, um gerade zu schneiden. Schwierige Bereiche, zum Beispiel um Bäume herum, müssen vor dem Zuschneiden unbedingt ausgemessen werden.


SCHRITT 4: DEN KUNSTRASEN AUF DEM UNKRAUTVLIES VERLEGEN
Bevor wir das Verbindungsband verlegen, müssen wir sicherstellen, dass die Kanten unseres Kunstrasens direkt nebeneinander liegen. Dabei müssen wir sowohl vermeiden, dass eine Kante die andere überlappt, als auch, dass ein kleiner Abstand zwischen ihnen entsteht. Sollte eines dieser beiden Probleme auftreten, würden die Übergänge unseres Kunstrasens sichtbar werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, diesem Schritt ausreichend Zeit zu widmen, damit die Verbindungsstellen des synthetischen Rasens mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind.
Nachdem dieser Schritt erledigt ist, wird der synthetische Rasen auf das Verbindungsband gelegt. Dazu ziehen wir die Verbindungsstellen auseinander, platzieren das Verbindungsband auf dem Untergrund, tragen den Klebstoff auf und verbinden anschließend die Kanten auf dem Verbindungsband (dieser Schritt sollte im Reißverschlussverfahren ausgeführt werden). Dadurch wirkt die gesamte Verlegung wie ein einziges Stück Kunstrasen. In diesem Schritt ist es außerdem wichtig, das Verbindungsband mit Nägeln zu befestigen. Sehen Sie sich das Video an, um zu sehen, wie der Kunstrasenverleger dabei vorgeht.
Wir befestigen die Rasenfläche alle Meter mit Nägeln und achten dabei besonders auf die Verbindungsstellen und Ränder. So wird der Kunstrasen sicher auf dem Untergrund fixiert und kann sich weder lösen noch abheben.
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SCHRITT 5: LETZTE ARBEITEN AN DER VERLEGUNG
Wir verteilen Quarzsand auf der gesamten Fläche und bürsten ihn mit einer herkömmlichen Bürste mit harten Borsten (oder mit einer elektrischen Bürste wie auf dem Foto) gegen die Faserrichtung. Dadurch werden die Rasenfasern aufgerichtet und die Sandmenge gleichmäßig verteilt.
Das Bedecken der Fläche mit Quarzsand ist optional. Allerdings erhöht es den Komfort des Kunstrasens, da das Auftreten angenehmer wird. Außerdem sorgt der Sand für zusätzlichen Halt, sodass die Fasern aufrecht bleiben. Schließlich verhindert Quarzsand, dass sich der Rasen im Sommer zu stark aufheizt, und hält ihn länger kühl – insbesondere, wenn er bewässert wird.

Ich hoffe, dass dieser Leitfaden Ihnen helfen konnte! Bei Brikum finden Sie alles für Gartenarbeit, Heimwerken und Haushalt!